Happy five
- Suse

- 4. Juli 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 5. Juli 2025
Es kommt dieser Tag, an dem sie einkehrt – die Ruhe. Im November 2024 sind es jetzt fünf Jahre, die ich in diesem Dualseelenprozess unterwegs bin. Manche Menschen schaffen es nicht mal, so lange verheiratet zu sein.
Ich habe in dieser Zeit gefühlt schon tausend Rückblicke gemacht. Am Anfang noch tageweise. Da war ich schon froh, wenn ich es geschafft habe, nicht alle zwei Minuten dieses blöde Handy zu checken, ob er vielleicht geschrieben hat. Ein riesiger Erfolg, damals.
Der nächste Erfolg hieß dann LOSLASSEN. Dieses Wort, das dir alle Dualseelen-Coaches regelmäßig um die Ohren hauen. Oh ja, wie oft habe ich ihn „dieses Mal aber wirklich“ losgelassen? Ich habe es geteilt, darüber gesprochen, jeden noch so kleinen Schritt zelebriert. Jede winzige Gefühlsregung, die irgendwas mit ihm zu tun hatte, bekam Aufmerksamkeit.
Jetzt, nach fünf Jahren, denke ich mir oft: Du meine Güte.
Fünf Jahre, um zu verstehen
Fünf Jahre sind eine lange Zeit.Lang genug, um wirklich zu begreifen, dass es nie um ihn ging. Sondern immer nur um mich.
Das ist nicht leicht zu schlucken, wenn man viel lieber am Gegenüber herumdoktern würde. Denn an sich selbst zu arbeiten, das ist meistens schmerzhaft und ehrlich gesagt alles andere als glamourös.
Es hat sich viel verändert. In mir, an mir, mit mir. Ich bin nicht mehr die, die ich war.Nicht komplett neu, aber jemand, dem die Decke des Nichtsehens ziemlich radikal weggezogen wurde.
Manchmal wünschte ich mir diese Decke sogar zurück. Denn plötzlich zu wissen, dass ich eine Seele bin, die hier nur Station macht, um möglichst viel für das große Ganze mitzunehmen – das ist oft ziemlich spooky.
Aber an diesem ganzen spirituellen Gedöns bin ich einfach nicht vorbeigekommen.Weil genau das die Reise ausmacht. Das Erwachen.
Wenn plötzlich alles anders ist
Ich sehe Menschen heute mit anderen Augen. Spüre ihre Energie. Lügen ist schwer geworden, weil ich fühle, was bei meinem Gegenüber abgeht – ob ich will oder nicht. Manchmal liegen die Emotionen des Anderen knallhart vor mir auf dem Tisch, und ich würde am liebsten so tun, als wäre alles easy. Wie schön wäre es, wenn man einfach nur alle Menschen nett finden könnte, ohne tiefer blicken zu müssen.
Ich weiß jetzt, dass ich nicht zum ersten Mal hier bin. Ich habe mich inzwischen in vier Inkarnationen sehen dürfen, und eine davon ist besonders maßgeblich für mein jetziges Leben. Offenbar habe ich damals beschlossen, alles, was schiefgelaufen ist, diesmal wieder gut zu machen. Und nicht nur das: Ich habe mir auch gleich alle wichtigen Seelen von damals mitgenommen.
Jetzt sitzen wir hier, zu viert, in unterschiedlichen Körpern, und fragen uns wahrscheinlich alle regelmäßig, was das alles eigentlich soll.
Es ist wirklich verrückt, einer so geliebten Seele gegenüberzustehen, sie einfach bei sich haben zu wollen, zu umarmen, zu halten – und es nicht zu können, weil sonst alle denken würden, da läuft was. Menschliches Denken eben. Seelenverbindungen funktionieren da anders.
Nach fünf Jahren
Das ist wohl das Größte, was mir diese fünf Jahre gezeigt haben: So vieles, was früher passte, passt heute nicht mehr.Weil ich alte Schichten abgestreift habe. Weil ich weiß, dass wir mehr sind als Haut, Knochen und Muskeln.Dass da so viel mehr ist, als wir sehen.
Wir leben ein Leben, das so magisch sein könnte, wenn wir uns nur erinnern würden, wer wir wirklich sind. Vielleicht ist genau das meine Aufgabe: diese Erinnerung wieder in die Welt zu tragen. Damit wir alle begreifen, dass das, was in uns ist, längst ausreicht.
Happy five – auf mich
Fünf Jahre Dualseelenprozess haben mich mehr zurück zu mir selbst gebracht, als jede Therapie es je gekonnt hätte. Ich bin durch all meine Lebensjahre geführt worden, habe alles angesehen, was es anzusehen gab, und durfte sogar erkennen, wer ich in anderen Leben gewesen bin.
Das ist so viel mehr, als ich mir jemals hätte vorstellen können. Natürlich war das alles andere als leicht und meistens nicht schön. Aber notwendig.Ohne diesen Prozess wäre ich heute wahrscheinlich nur eine weitere funktionierende Hülle – so wie viele es inzwischen sind.
Zurück möchte ich nicht, selbst wenn es immer noch Tage gibt, an denen ich fluche, alles doof finde und mir wünsche, wieder unwissend zu sein.Aber das Rückfahrticket war wohl nicht im Paket enthalten.
Also stoßen wir an: Auf die nächsten fünf Jahre.Und wenn’s nur drei werden – ich werde mich sicher nicht beschweren. 😉



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